Symptome, die auf eine Sepsis hindeuten können, sind:

  • Fieber (≥38°C) oder Untertemperatur (≤36°C)
  • Plötzliche Verwirrtheit
  • Erhöhter Puls
  • Niedriger Blutdruck
  • Beschleunigte Atmung
  • Zudem sehen die Erkrankten häufig blass bzw. grau-fahl aus.

Jede Sekunde zählt!

Zwei unserer Mitglieder, Prof. Dr. Brunkhorst und Prof. Dr. Reinhart haben sich den Kampf gegen die Sepsis zu ihrer Lebensaufgabe gemacht.

Je schneller eine Sepsis erkannt wird, desto besser sind die Chancen, sie zu bekämpfen.

Die Herausforderung für einen Erkrankten ist dabei, dass die Symptome nicht eindeutig sind. So sind viele Krankheitsanzeichen wie bspw. Fieber, Schüttelfrost oder erhöhter Puls auch typische Vorboten anderer Krankheiten, wie z.B. einer Grippe.

Was also tun?

Klar ist: Treten die genannten Symptome gemeinsam auf, dann ist das ein Hilferuf Ihres Körpers. Hören Sie auf ihn und suchen Sie umgehend medizinische Hilfe (Notarzt, Notaufnahme)!

Dank neuer Methoden der Blutdiagnostik ist es möglich, eine Sepsis schneller zu erkennen und somit auch schneller gezielt behandeln zu können. Dabei verläuft die Erkrankung jedoch von Patient zu Patient unterschiedlich ab. Im schlimmsten Fall führt sie zum multiplen Organversagen, das heißt der Ausfall mehrerer Organe, welcher ohne intensivmedizinische Behandlung zum Tode führt.

Lassen Sie es nicht soweit kommen! Jede Minute eher in Therapie erhöht die Überlebenschance!

Je früher die Ärzte mit einer gezielten Antibiotikatherapie und ggf. Intensivtherapie beginnen (können), desto wahrscheinlicher lässt sich der Kampf gegen eine Sepsis gewinnen.

Es soll aber nicht verschwiegen werden, dass es auch keine hundertprozentige Heilungs- bzw. Überlebungschance gibt. Eine rechzeitige Diagnose und schnelle Abklärung der Infektionsursache sind aber unbedingte Voraussetzung für eine optimale Behandlung. 

Zudem ist die Mehrzahl der Antibiotika spezifisch gegen bestimmte Bakterien gerichtet. Damit wird deutlich, wie wichtig ein rechtzeitiges Finden der Infektionsursache und damit der Sepsis ist. 

Daher werden die Ärzte, neben der Gabe von Antibiotika, nach dem Infektionsherd suchen und diesen idealerweise entfernen ("sanieren"). Diese Möglichkeit besteht z. B. bei einer entzündeten Gallenblase, nicht jedoch bei einer Lungenentzündung. Bei ca. 10 % kann der Entzündungsherd (zunächst) überhaupt nicht gefunden werden.

"Leitlinien"

Für die Behandlung von Krankheiten gibt es in der Medizin sogenannte Leitlinien. Diese enthalten neben Definitionen, Angaben zur Prävention und Rehabilitation auch Therapie- bzw. Behandlungsempfehlungen.

Obwohl das Krankheitsbild der Sepsis noch weiter erforscht wird, gibt es bereits solche Leitlinien, die den jeweils aktuellen Erkenntnisstand beinhalten: Reinhart, K., Brunkhorst F. M. et al. (2010): "Prävention, Diagnose, Therapie und Nachsorge der Sepsis".  ISBN-10: 3-13-137361-X.

@ fB O